
Ambrosia Fortuna präsentiert „Eravamo notte, ora siamo giorno“ Eine Ausstellung im PAC in Mailand
Orgoglio Porta Venezia Milano präsentiert in Zusammenarbeit mit dem PAC - Padiglione d'Arte Contemporanea Were Night, Now We Are Day, eine Einzelausstellung von Ambrosia Fortuna, kuratiert von Sabato De Sarno.
Eine Ausstellung zwischen Identität, Gemeinschaft und LGBTQIA-Sichtbarkeit
Die Ausstellung ist Teil des Kulturprogramms von Orgoglio Porta Venezia Milano — dem umfassenden Projekt, das nun in seiner vierten Ausgabe erscheint und das Viertel als Symbol für Inklusion, Freiheit und Repräsentation von LGBTQIA-Gemeinschaften aufwertet — und nimmt als Raum der Präsenz, Beziehung und Sichtbarkeit Gestalt an. Eine Ausstellungsintervention, die über zehn Jahre hinweg Bilder umfasst, die Ambrosia Fortuna zwischen Mailand und Neapel gesammelt hat und die heute zum ersten Mal in einem musealen Kontext präsentiert werden.
Orgoglio Porta Venezia Milano und Kultur als offene Plattform
Orgoglio Porta Venezia Milano wurde gegründet, um den Dialog zwischen Kultur, Identität und Stadtraum zu fördern. Es verwandelt den Bezirk jedes Jahr in eine offene Plattform, die sich dem individuellen Ausdruck, den Rechten und der Vielfalt zeitgenössischer Sprachen widmet. In diesem Zusammenhang entpuppt sich We Were Night, Now We Are Day als ein Projekt, das in der Lage ist, queeren und transsexuellen Erfahrungen durch eine interne und tief gelebte Perspektive Würde, Intimität und Komplexität zurückzugeben.
Das emotionale und politische Archiv von Ambrosia Fortuna
Die Ausstellung basiert auf einer Sammlung von Fotos und Videos, die Ambrosia Fortuna vor über zehn Jahren geschaffen hat. Das Werk ist weder in eine erzählerische Dimension noch in ein Erinnerungsinstrument eingebettet: Die Bilder werden als aktive Elemente behandelt, die in der Lage sind, eine direkte Beziehung zum Betrachter herzustellen. Die Zeit, die sie durchläuft, ist nicht rückblickend, sondern wirksam; was entsteht, ist nicht die Rekonstruktion eines Moments, sondern dessen Dauerhaftigkeit. Ambrosia Fortuna baut ein emotionales und politisches Archiv auf, das aus Porträts, Alltagsfragmenten, Wartezimmern, Umkleideräumen, Geständnissen und intimen Beziehungen besteht, die innerhalb der italienischen Queerszene entstanden sind. Dies ist keine externe Dokumentation, sondern ein gemeinsames Zeugnis, das in einer gelebten Gemeinschaft aus der ersten Person geboren wurde. Die Porträtierten — Darsteller, Freunde, Verliebte, Schwestern — prägen das Bild mit der Natürlichkeit derer, die sich anerkannt und geborgen fühlen.
Das kuratorische Projekt von Sabato De Sarno
Die kuratorische Intervention von Sabato De Sarno konzentriert sich eher auf die Definition eines Kontextes als auf die Konstruktion einer interpretativen Lesart. Die Ausstellung gibt keine Richtungen vor, baut keine Hierarchien auf, übersetzt die Bilder nicht in eine einzige Erzählung. Stattdessen wird eine Bedingung der Sichtbarkeit geschaffen, die es den Arbeiten ermöglicht, ihre Autonomie und Komplexität zu bewahren. „Die Ausstellung interpretiert nicht. Es entlarvt „, erklärt er. „Im zweiten Jahr arbeite ich mit Orgoglio Porta Venezia Milano zusammen, einem Projekt, mit dem ich die Werte Freiheit, Inklusion und Wertschätzung von Vielfalt zutiefst teile. Heute ist es wichtiger denn je, weiterhin Möglichkeiten für Dialog, Präsenz und Teilhabe zu schaffen und unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven eine Stimme zu geben. Aus diesem Grund wurde das Projekt zusammen mit PAC und Levi's entwickelt, mit denen ich eine gemeinsame Sensibilität für Kultur als Instrument teile, das Zuhören, Austausch und neue Lesarten der Gegenwart hervorruft. Mit dieser Ausstellung möchte ich einen offenen Raum schaffen, in dem Identitäten und Erfahrungen aufeinandertreffen, sich gegenseitig erkennen und in einen Dialog treten können. Es ist wichtig, über Aktivismus zu sprechen, aber heute ist es noch wichtiger, reale Kontexte zu schaffen: Orte, Verbindungen und Gespräche, die in der Lage sind, verschiedene Welten miteinander in Beziehung zu setzen. Ich glaube fest an den Wert eines kulturellen Raums, der für alle zugänglich ist und in dem sich die Menschen willkommen, repräsentiert und Teil einer Gemeinschaft fühlen können.“
Eine Schwelle zwischen Tag und Nacht
Der Ausstellungspfad entfaltet sich als offenes Feld, in dem verschiedene Elemente koexistieren, ohne auf eine Synthese reduziert zu werden, und in dem der Blick ohne Vermittlung eine Position einnehmen muss. Der Titel We Were Night, Now We Are Day beschreibt keine lineare Transformation. Es deutet auf eine kontinuierliche Schwelle zwischen Zuständen, Zeiten und Existenzmöglichkeiten hin: eine Passage, die das Vergangene nicht auslöscht, sondern sichtbar macht. Die Ausstellung wird von der Gemeinde Mailand — Kultur gefördert und von PAC Padiglione d'Arte Contemporanea mit Wunderplace Studio in Zusammenarbeit mit Orgoglio Porta Venezia Milano produziert. Levi's unterstützt das Projekt und bekräftigt sein langjähriges Engagement für die LGBTQIA-Community.












































