
Kann der Hopecore uns helfen, das „Bad World Syndrom“ zu überwinden? Die Ära von Hopecore gegen die Angstkultur in den Medien
Wie oft öffnen Sie soziale Medien oder den Bereich „Nachrichten“ von Google, nur um sofort in eine Kaskade negativer oder dramatischer Nachrichten einzutauchen? Wenn die Antwort „oft“ lautet, gibt es eine Erklärung. Es ist kein Zufall, dass Theorien wie die des Soziologen Gerbner, der sich 1980 auf das Studium der Gewaltrepräsentation in Fernsehfilmen (insbesondere in Polizeidramen) konzentrierte, immer noch relevant sind. In seinem Essay schrieb der Amerikaner über das „Mean World Syndrom“ und beschrieb das Gefühl, Opfer von Gewalt zu sein, und die Angst, nachts alleine zu gehen, wie es bei Menschen üblich ist, die jeden Tag viele Stunden vor dem Fernseher verbrachten. Seine Theorie der „Kultur der Angst“ argumentiert, dass die Medien, insbesondere das Fernsehen, dazu neigen, Gewalt und Konflikte zu betonen und zu verstärken, wodurch ein Klima der Angst und Unsicherheit in der Gesellschaft entsteht. Diese Theorie basiert auf der Idee, dass negative Nachrichten einen größeren Einfluss auf das Publikum haben. Folglich bevorzugen die Medien solche Inhalte, um Aufmerksamkeit zu erregen und Interesse zu wecken. Aus diesem Grund haben sich beispielsweise viele Menschen dafür entschieden, während der Pandemie keine Nachrichten zu sehen. Die Medien haben daher eine große „Macht“, die in der Lage ist, unsere Stimmungen und Emotionen zu beeinflussen. Internetnutzer, die es satt haben, „algorithmische Blasen“ zu hören, die nur negative Ereignisse anbieten, haben einen neuen Trend namens „Hope-core“ übernommen, der „Positivität“ in den Mittelpunkt seiner Erzählung stellt.
Was ist viraler Hopecore in den sozialen Medien?
Was gibt es Positiveres als etwas, das Hoffnung macht? Der Trend mit dem Hashtag #HopeCore ist geprägt von positiven Videos, die, wie es in einigen Kommentaren heißt, „uns immer noch an die Menschheit glauben lassen“: ein Hund, der seinen Besitzer findet, ein atemberaubender Heiratsantrag, ein Kind, das Krebs besiegt, ein Tanz mit den Großeltern, eine Tochter, die ihren militärischen Vater nach Monaten von einer Mission zurückkehrt. Diese „Frames“ sind zu einer fröhlichen Melodie bearbeitet und haben einen Zweck: Sie sollen uns daran erinnern, dass es auch schöne Dinge im Leben gibt und wir nicht in der „Kultur der Angst“ gefangen bleiben müssen.
Warum brauchten wir es?
# Hopecore-Inhalte haben über 8 Millionen Likes. Diese Daten sind ein Sinnbild für das Bedürfnis der Generation Z, sich wieder mit sich selbst und mit den gesunden und wertvollen Kindheitserinnerungen zu verbinden, die oft in unserem Gedächtnis vergraben zu sein scheinen. Die Beschreibungen, die wir in den Videos sehen, beziehen sich tatsächlich auf diese semantische Sphäre, wie zum Beispiel: „Das Leben ist schön“, „finde das Gute“ oder sogar „Im Leben geht es um Momente“.
Dies führt uns dazu, darüber nachzudenken, dass hinter scheinbar banalen Dingen die größten Wahrheiten stecken. Kurt Vonnegut wusste das gut, einer der wichtigsten amerikanischen Geschichtenerzähler, dem der Band gewidmet war: „Wenn du glücklich bist, nimm Notiz“, der 15 seiner bekanntesten Reden an junge Menschen enthielt. Der Autor schlägt nicht vor, ständig nach diesem unerreichbaren Glück zu streben, sondern aufzuhören, als würden wir ein Foto von einem kleinen Moment machen, einem Rahmen der Freude, der einige Augenblicke andauert, dem wir aber oft zu wenig Gewicht beimessen. All dies wird heute bewusster in den sozialen Medien übersetzt. Ein hervorragendes Beispiel findet sich im Profil der Content-Erstellerin Sotce, die sich jeden Tag verpflichtet, ihren Followern motivierende Botschaften zu vermitteln.
Im Mittelpunkt ihres Formats stehen Themen wie Meditation, Selbstfürsorge und das Gesetz der Anziehung. Nur mit diesen Tools, so Vonnegut, könnten wir wirklich erkennen, was uns glücklich macht, und ihm die Zeit, den Raum und die Aufmerksamkeit schenken, die es verdient. Was denkst du? Glauben Sie auch, dass die Verbreitung von Nachrichten ausgewogen sein sollte und dass dieser Trend die Medienagenda verbessern kann?















































