Gibt es eine Phase des Zyklus, in der Sie Sex haben können, ohne schwanger zu werden? Spoiler: nein

Wir sind wieder da und sprechen über Mysterien, Geheimnisse, Tabus und Mythen rund um den Menstruationszyklus. Wir werden dieses Thema auch während des Menstruationszyklusfestivals behandeln, das vom 22. bis 24. Mai in Mailand bei Rob de Matt stattfindet. Sie können sich hier anmelden. Das heutige Thema ist heikel: der Menstruationszyklus und die sexuelle Aktivität in Kombination. Trotz weit verbreiteter Meinungen gibt es keine Phase des Menstruationszyklus, die ungeschützten Sex ohne das Risiko einer Schwangerschaft garantiert. Der Grund ist einfach: Der menschliche Fortpflanzungszyklus ist kein perfekt vorhersehbares System, und die Fruchtbarkeit kann auch in Zyklen, die als regelmäßig gelten, variieren, was auch immer das bedeuten mag.

Gibt es eine Phase des Zyklus, in der Sie Sex ohne Schwangerschaftsrisiko haben können? Spoiler: nein

Erster Punkt: Das fruchtbare Fenster ist kein Fixpunkt

Eine Schwangerschaft kann nur eintreten, wenn der Eisprung vorliegt, also wenn der Eierstock eine befruchtbare Eizelle freisetzt. Diese Phase ist jedoch innerhalb des Zykluskalenders nicht immer stabil. Laut medizinischen Quellen ist der Eisprung variabel und nicht vollständig vorhersehbar, selbst bei Menschen mit regelmäßigen Zyklen. Darüber hinaus können Spermien im weiblichen Fortpflanzungstrakt bis zu 5 Tage überleben, was bedeutet, dass Geschlechtsverkehr, der Tage vor dem Eisprung stattfindet, immer noch zu einer Schwangerschaft führen kann. Dadurch wird das sogenannte „fruchtbare Fenster“ über den einzigen Tag des Eisprungs hinaus erweitert.

„Sichere Tage“ sind nicht wirklich sicher

Kalendergestützte Methoden oder Methoden zur Erfassung der Fruchtbarkeit, wie die sogenannte Rhythmusmethode, gelten als alleinige Verhütungsmethode als unzuverlässig. Schätzungen zufolge können Methoden zur Sensibilisierung für Fruchtbarkeit bei typischer Anwendung zu erheblichen Ausfallraten führen. Dies liegt daran, dass sich der Eisprung früher oder später verschieben kann, die Zyklen aufgrund von Stress, Gesundheit oder hormonellen Veränderungen variieren können und die Körpersignale nicht immer präzise sind. Mit anderen Worten, selbst „theoretisch sichere Tage“ sind nicht wirklich sicher.

Ungeschützter Sex birgt immer ein Risiko

Die Gesundheitsbehörden betonen, dass jeder ungeschützte Geschlechtsverkehr das Risiko einer Schwangerschaft bergen kann, auch wenn er nicht während des fruchtbaren Zeitfensters stattfindet. Das Risiko ist nicht immer hoch, aber es ist niemals Null. Drei Hauptfaktoren machen es unmöglich, das Risiko vollständig auszuschließen: das Überleben der Spermien (bis zu 5 Tage), variabler und unvorhersehbarer Eisprung und Fehler bei den natürlichen Tracking-Methoden. Aus diesem Grund kann selbst eine perfekte Zyklusverfolgung keine absolute Sicherheit garantieren.

Richtlinien und Risiko: Empfängnisverhütung ist der einzig zuverlässige Weg

Große Gesundheitsorganisationen betrachten die Empfängnisverhütung als die einzig zuverlässige Methode, um das Risiko einer Schwangerschaft zu verringern, insbesondere bei gelegentlichen oder ungeplanten sexuellen Begegnungen. Selbst natürliche Methoden erfordern bei richtiger Anwendung Abstinenz oder Schutz an potenziell fruchtbaren Tagen, um das Risiko zu verringern. Es gibt keinen „risikofreien Moment“ im Menstruationszyklus. Die Fruchtbarkeit folgt keinem starren Kalender und kann sich von einem Zyklus zum anderen ändern. Aus diesem Grund birgt jede ungeschützte sexuelle Begegnung die Möglichkeit einer Schwangerschaft, wie gering sie auch sein mag. Der Unterschied zwischen Zyklustagen besteht nicht zwischen sicher und unsicher, sondern zwischen höherem und niedrigerem Risiko.

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