
Sue Nabi ist nicht mehr CEO von Coty, sie wurde durch Markus Strobel ersetzt Führung, Portfolio und Düfte: Was von der Nabi-Ära übrig geblieben ist und was Coty noch vor sich hat
[box-shadow:var (--sharp-edge-bottom-shadow)] md:border-transparent md:pt-0 dark:border-white/20 md:dark:border-transparent print:hidden content-fade single-line flex flex-col“ style="text-align: justify; "> Der Abschied von Sue Nab i von der Rolle des CEO von Coty ist keine einfache Fluktuationsnachricht, sondern ein struktureller Wandel, der einen großartigen befasst sich mit dem aktuellen Stand der globalen Schönheitsindustrie. Nach fünf Jahren an der Spitze hinterlässt Nabi eine Gruppe, die sich grundlegend von der Gruppe unterscheidet, die sie 2020 gefunden hat: finanziell schlanker, stärker auf Düfte fokussiert, aber im Massenmarktsegment immer noch fragil und steht unter Druck, was strategische Lizenzen angeht. Ihr Ausstieg erfolgt zu einer Zeit, in der der Markt weder Zeit noch beruhigende Narrative mehr gewährt. Es erfordert klare Entscheidungen und vor allem Ergebnisse. Als Sue Nabi mitten in der Pandemie zu Coty kam, wurde das Unternehmen durch hohe Schulden, eine komplexe Unternehmensführung und ein verstreutes Markenportfolio belastet. Von Anfang an war ihr Mandat eher als eine Operation der industriellen und kulturellen Wende denn als einfache Wachstumsphase konzipiert. In diesem Sinne sollte die Nabi-Ära als ein langer und notwendiger Übergang verstanden werden, der jedoch Experten zufolge nicht ausreicht, um Coty wieder auf einen stabilen Expansionspfad zu bringen.
Markus Strobel an der Spitze
Der Staffelstab geht nun an Markus Strobel über, der zum Interims-CEO und Vorstandsvorsitzenden ernannt wurde, und zwar in einer Führungsstruktur, die eindeutig eine Phase des Managements und nicht des narrativen Relaunchs signalisiert. Strobel stammt von Procter & Gamble und hat ein Profil, das stark auf Betrieb, Verwaltung komplexer Portfolios und industrielle Effizienz ausgerichtet ist. Er ist kein Visionär, sondern ein erfahrener Testamentsvollstrecker, der in einer Zeit, in der die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren hat und das Anlegervertrauen nach wie vor fragil ist, stabilisieren soll. Seine Erfahrung in den Bereichen Hautpflege, Körperpflege und hochwertige Düfte ist von Vorteil, insbesondere in einer Zeit, in der Coty offenbar darauf bedacht ist, seinen Premium-Bereich weiter zu stärken. Die zentrale Frage bleibt jedoch, was mit der Schönheit für den Massenmarkt geschehen soll, einem Segment, das die Konten weiterhin belastet, ohne überzeugende Wachstumsaussichten zu bieten. Die Fortsetzung der Geschäftstätigkeit in Segmenten, die keinen Wert generieren, ist ein Luxus, den sich die Gruppe nicht mehr leisten kann, insbesondere angesichts des Verlusts der Gucci-Lizenz. Die laufende strategische Überprüfung, die zu Veräußerungen oder Ausgliederungen historischer Marken führen könnte, ist das wahre Testfeld für die neue Führung.
Stadt nach Nabi
Der Ausstieg von Sue Nabi fällt auch mit dem schrittweisen Rückzug von Peter Harf zusammen, einer Schlüsselfigur in der jüngeren Geschichte der Gruppe und der JAB Holding. Es ist sowohl ein Generations- als auch ein strategischer Wandel, der eine Phase einleitet, in der Coty entscheiden muss, ob Coty ein Akteur sein will, der sich auf Prestige-Düfte konzentriert, oder ein Konglomerat, das immer noch präsent, aber geschwächt ist, im Bereich Massenkonsumgüter. Das Risiko besteht in einer übermäßigen Konzentration auf wenige starke Lizenzen in einem Markt, der Geschwindigkeit, Innovation und kulturelle Relevanz mehr belohnt als bloße Größe. Der Verlust von Gucci Beauty wird unweigerlich dazu führen, dass intensiv über die Diversifizierung des Portfolios nachgedacht wird und die Fähigkeit der Gruppe, neue ikonische Marken aufzubauen, anstatt nur bestehende zu verwalten.
Sue Nabis Zukunft jenseits von Coty
Für Sue Nabi klingt das Verlassen von Coty nicht nach einem Rückschlag, sondern nach einem Perspektivenwechsel. Ihr Profil ist nach wie vor das einer Führungskraft, die in der Lage ist, zwischen Industrie, Luxus und Unternehmertum zu wechseln, mit einer Glaubwürdigkeit, die über das Kurzfristige hinausgeht. Ihr Eintritt in den Vorstand von Moncler deutet auf eine Zukunft hin, die sich zunehmend auf Unternehmensführung und strategische Vision konzentriert und nicht mehr auf das tägliche Management komplexer Organisationen. Ihr Vermächtnis ist letztlich ambivalent. Sie tat, was getan werden musste, aber nicht alles, was nötig gewesen wäre, um Cotys Schicksal wirklich zu ändern. Und jetzt liegt es an anderen, zu zeigen, ob diese Arbeit ein Endpunkt war oder nur ein langer, notwendiger Vorraum.










































