Was werden die Beauty-Trends für 2025 sein? Neue Umfrage prognostiziert Entwicklung hin zu Personalisierung, Hightech, Nachhaltigkeit und Slow Living

Was hält das Universum der Schönheit für die Zukunft bereit? Wird sich die Vertrautheit der Generation Alpha mit künstlicher Intelligenz und virtuellen Erlebnissen in AR-Brillen niederschlagen, die uns daran erinnern, SPF aufzutragen oder Kollagen in unsere Hautpflegeroutine aufzunehmen? Werden virtuelle Influencer die sozialen Medien dominieren und unsere Entscheidungen diktieren? Werden Serum- und Shampooformulierungen der Nachhaltigkeit Priorität einräumen? Und werden wir alle erkennen, dass Schönheit eng mit körperlichem, geistigem und emotionalem Wohlbefinden verbunden ist? Die internationale Marktforschungsplattform Mintel hat die Beauty-Trends des Jahres 2025 prognostiziert, um die möglichen Entwicklungen der Branche vorherzusagen. Die Studie zeigt, dass Verbraucher und folglich Unternehmen zunehmend zu personalisierten und vereinfachten Lösungen neigen, die Hightech mit Natur, persönlichem Wohlbefinden und Umweltverantwortung verbinden.

Technologie für eine „maximale Wirkung, minimaler Aufwand“ -Routine

Laut Mintel wird sich 2025 ein Wandel hin zu intelligenten und personalisierten Schönheitspraktiken vollziehen. Die Verbraucher werden verlangen, dass Marken Augmented Reality in physische Geschäfte integrieren, um das Einkaufserlebnis zu verbessern, beispielsweise mit einer neuen Generation von Spiegeln und virtuellen Concierge-Services. Die Nachfrage nach Produkten und Geräten, die mithilfe von Technologie die Gesundheit und das Wohlbefinden überwachen, wird ebenfalls steigen. Verbraucher werden sich zunehmend für biotechnologische und KI-Innovationen bei Produkten und Behandlungen interessieren, die sowohl sofortige als auch langfristige Ergebnisse liefern und gleichzeitig auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Lange Routinen werden einigen effektiven Hightech-Schritten weichen, wie z. B. Schönheitsgeräten unter der Haut, die Feuchtigkeit, Ernährung und Schutz spenden, AR-Brillen, die uns Make-up-Techniken in Echtzeit beibringen, oder Deodorants, die als Reaktion auf die Körpertemperatur geruchsneutralisierende Moleküle freisetzen.

Weniger Wasser, mehr Aufmerksamkeit für den Planeten

Da die Auswirkungen des Klimawandels immer offensichtlicher werden, wächst der Druck auf Schönheits- und Körperpflegemarken, transparent und nachhaltig zu sein und sich neuen ökoethischen Standards zuzuwenden. Verbraucher suchen nach effektiven, leistungsstarken und ethischen Produkten, die nicht nur das persönliche Wohlbefinden fördern, sondern auch die Gesundheit des Planeten schützen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, prognostiziert Mintel, dass mehr Marken mit Lebensmittel- und Getränkeunternehmen zusammenarbeiten werden, um abfallfreie Produkte und biotechnologische Inhaltsstoffe zu entwickeln und neue Techniken wie Biolandbau und vertikale Landwirtschaft zu bevorzugen. Das dringendste Problem, das angegangen werden muss, ist der Wasserverbrauch. Laut dem World Wildlife Fund wird Wasser zu einem Luxusgut werden, da bis 2025 zwei Drittel der Weltbevölkerung von Wasserknappheit bedroht sein werden. Die Schönheitsindustrie kann dies nicht ignorieren, und obwohl Wasser einst ein grundlegender Inhaltsstoff war, haben sich heute Formulierungen weiterentwickelt, um auch ohne Wasser wirksam zu sein. Daher gibt es immer mehr Gesichtsreiniger auf Pulverbasis, die sich mit nur wenigen Tropfen Wasser in Seife verwandeln, sowie trockene oder feste Shampoos und Körperwaschmittel ohne Spülung. Und die Verbraucher? Sie legen großen Wert auf den Wasserschutz und das Vorhandensein von Wasser in Formulierungen, insbesondere bei jüngeren Generationen. Laut einer Studie von Mintel kaufen im Vereinigten Königreich bereits 24% der jungen Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren wasserlose Produkte, und in Frankreich steigt dieser Prozentsatz auf 28%.

Beauty 2025: Ein ganzheitlicher Ansatz für Wohlbefinden und natürliche Inhaltsstoffe

Nicht nur Technologie. Die Forschung von Mintel zeigt zwar einen Trend zur Integration von Hightech mit Schönheit, hebt aber auch einen ganzheitlicheren Wellnessansatz hervor, bei dem Behandlungen und Produkte entwickelt wurden, um Körper, Geist und Seele gleichzeitig zu behandeln. Dies zeigt sich besonders deutlich in China, wo Hautpflegekonsumenten klare Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Fitness und Hautzustand wahrnehmen: 72% streben an, ihre Haut durch Verbesserung der Schlafqualität zu verbessern, 64% möchten sich ausgewogener ernähren und 59% beabsichtigen, mehr Sport zu treiben. Produkte, die mit „Energie“, „Entspannung“ und „Detox“ in Verbindung gebracht werden, werden immer beliebter werden, und die Bewegungen „Slow Living“ und „Slow Aging“ werden zunehmen. Für Mintel werden Komfort und emotionales Wohlbefinden bis 2025 im Mittelpunkt stehen und sensorische Erlebnisse, grüne Zutaten, natürliche Texturen und Produkte fördern, die wie Hausmannskost die beruhigende Wirkung eines warmen, nostalgischen Duftes aus der Kindheit nachahmen. Zu dieser Veränderung gehört auch ein wachsendes Interesse an natürlichen Inhaltsstoffen, die zu Hause zu finden sind, sodass DIY-Schönheitsprodukte wie Masken und Peelings möglich sind. Die Rückkehr zu Schönheitsroutinen, bei denen Einfachheit, Nachhaltigkeit und natürliches Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen, zusammen mit der Schönheit der Küche, wird Unternehmen wahrscheinlich dazu veranlassen, den Schwerpunkt auf handwerkliche Verfahren zu legen und es den Verbrauchern zu erleichtern, Produkte zu Hause herzustellen. Dies kann die Zusammenarbeit mit Haushaltswarenmarken zur Entwicklung von Küchensets und Aufbewahrungsbehältern beinhalten, die auf Schönheitsprodukte zugeschnitten sind.

 

 

 

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