Wie Luftballons mm Studio in eine immersive Installation verwandelten Interview mit Dylan Kwacz von Ballooms Toronto

Wie Luftballons mm Studio in eine immersive Installation verwandelten Interview mit Dylan Kwacz von Ballooms Toronto

Am 19. Mai 2026 wurden die Büros von mm Studio in der Via Eustachi 7 in Mailand in etwas umgewandelt, das weit über einen traditionellen Showroom hinausgeht. Am Pressetag, der den Kollektionen von HW 26/27 und den neuesten Beauty-Produkten der vertretenen Marken der Agentur gewidmet war, waren die Räume voller riesiger skulpturaler Ballonblumen, reflektierender Oberflächen und Installationen, die irgendwo zwischen Ironie, Design und Surrealismus schweben. Hinter dieser visuellen Übernahme stand Ballooms Toronto, das 2023 von Dylan Kwacz gegründete Kreativprojekt, der mit mm Studio und Flatwig Studio zusammenarbeitete, um eine immersive Umgebung zu schaffen, die die Grenze zwischen Büro, Event und Kunstinstallation verwischen kann.

Von Toronto nach Mailand: Das Pop- und Surreal-Universum von Ballooms

„Ich habe Ballooms direkt nach der Pandemie gegründet“, sagt Dylan Kwacz. „Ich wollte etwas Kreatives schaffen, aber auch etwas, das nach einer Zeit, die alles andere als freudig war, Freude bereiten kann.“ Die Idee kam fast zufällig, nachdem er einen Ballonstrauß für einen Freund gebastelt hatte: „Sie sagte mir sofort: ‚Du musst daraus ein richtiges Projekt machen'. Zuerst hatte ich Angst, weil Luftballons mit einer ganz bestimmten Bildsprache versehen sind: Kinderfeste, Clowns, Geburtstage. Ich wollte sie woanders hinbringen, damit sie sich raffiniert anfühlen, ohne das Gefühl der Leichtigkeit zu verlieren.“

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Und genau diese Spannung zwischen Ironie und Design fand großen Anklang bei mm Studio, das jahrelang seine Pressetage in immersive Erlebnisse statt in einfache Pressepräsentationen verwandelt hat. Für diese Ausgabe vom Herbst 26/27 entschied sich die Agentur für eine Zusammenarbeit mit Ballooms Toronto, um die Büros in eine „sich entwickelnde Landschaft“ zu verwandeln, in der Mode, Schönheit und Installationen auf spontane und flüssige Weise koexistieren konnten.

Ein Pressetag, der sich wie eine Kunstinstallation anfühlte

Die Kreationen von Ballooms Toronto waren mehr als nur Dekorationen, sie fühlten sich wie echte skulpturale Präsenzen an. Riesige Blumen, sanfte Kompositionen und fast unwirkliche Formen entstanden zwischen den Kleidungsstücken, Accessoires und Schönheitsprodukten von FW 26/27, die mit den Räumen interagierten, ohne sie jemals zu überwältigen. „Ich liebe es, an schönen Orten zu arbeiten“, erklärt Dylan Kwacz. „Wenn zwischen der Installation und der Umgebung Harmonie herrscht, passiert etwas Magisches.“ Das Projekt, das zusammen mit Flatwig Studio entwickelt wurde, interpretierte die Räume von mm Studio neu und behielt gleichzeitig die Identität der Agentur bei: dynamisch, emotional, informell und tief mit der zeitgenössischen visuellen Kultur verbunden.

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„Mit Luftballons fühlen sich selbst die ernstesten Menschen wieder wie Kinder“

Die Stärke von Kwacz' Installationen liegt gerade in ihrem ständigen Kontrast zwischen dem Künstlichen und dem Realen. „Ich finde es toll, dass sie fast KI-generiert aussehen, obwohl sie völlig physisch sind“, sagt er. „Es sind Objekte, die mit Luft gefüllt sind, und Luft ist etwas Universelles. In einer Ballonblume steckt viel mehr Menschlichkeit, als die Leute vielleicht denken.“ Und vielleicht ist es genau diese vergängliche Fragilität, die sie so magnetisch macht. „Nichts währt ewig“, scherzt Dylan während des Interviews. „Aber sie halten lange genug.“ Dann fügt er eine der interessantesten Überlegungen zur Beziehung zwischen Installationen und Menschen hinzu: „Ich sehe selbst die ernsten und stoischsten Menschen lächeln, wenn sie Luftballons betrachten. Es ist, als würden sie sich wieder mit ihrem inneren Kind verbinden.“

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Die Zukunft der Ballons zwischen Keramik, Mode und permanenten Installationen

Nachdem Dylan Kwacz neben einem anderen Job drei Jahre mit dem Bau des Projekts verbracht hatte, beschloss er, sich voll und ganz Ballooms zu widmen. „Ich habe buchstäblich meinen Vollzeitjob gekündigt“, sagt er lachend. „Also entweder wird etwas Unglaubliches passieren, oder ich werde sehr bald Geld brauchen.“ Die Zukunft des Projekts wird nicht nur Installationen für Veranstaltungen und Modewochen beinhalten, sondern auch den Wunsch, die Ästhetik der Ballooms in etwas Dauerhafteres zu verwandeln. „Ich habe mit Keramik experimentiert“, erklärt er. „Ich würde gerne Objekte kreieren, die das gleiche Gefühl von Leichtigkeit und Fantasie bewahren.“ In der Zwischenzeit hat der Pressetag FW 26/27 von mm studio eines bereits bestätigt: 2026 gehören Luftballons nicht mehr nur auf Geburtstagsfeiern.

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