
Joker: Folie à Deux wird Harley Quinn (oder Lady Gaga) nicht gerecht Wie kann ein Film mit einem so hohen Produktionswert absolut nichts aussagen?

Wie viele Joker hatten wir in den letzten 15 Jahren? Viele, vielleicht zu viele. Da war Jared Letos viel kritisierter Joker in Suicide Squad, das verborgene Potenzial in Robert Pattinsons Batman, das noch nicht voll zum Vorschein kommt, Christopher Nolans vielleicht erfolgreichste Darstellung, brillant gespielt von Heath Ledger, und natürlich Todd Phillips' Joker, der am wenigsten Joker von allen, der gerade mit seinem zweiten Teil, Joker: Folie à Deux, herauskam. Nicht alle hatten eine entsprechende Harley Quinn, obwohl wir im Laufe der Jahre mehrere Versionen von ihr gesehen haben. Unser Favorit? Wahrscheinlich die, die Margot Robbie in Birds of Prey gespielt hat. Derjenige, der uns enttäuscht hat? Lady Gagas Lee neben Joaquin Phoenix.
Ein Joker, der nicht wirklich ein Joker ist, und eine Harley Quinn, die zu viel ist, Harley Quinn.
Warum waren wir enttäuscht? Weil wir es mit einer oberflächlichen Figur zu tun haben, einem manischen Feenmädchen, das — zumindest aus Sicht des Regisseurs und Autors — keiner Tiefe oder Nuance würdig zu sein scheint. Eine in Schwierigkeiten geratene Person, die durch ihre verdrehte Liebe unsere Protagonistin — der es schlecht, aber nicht schrecklich ging und die bereit zu sein schien, den vernünftigen, gut gemeinten Weg eines Anwalts einzuschlagen — in den Abgrund zieht, verwirrt zwischen Realität und Fiktion, Mann und Charakter, mörderischer Absicht und dem Wunsch nach Ruhm in jeder Form. Leider ist das für ihren Charakter nichts Neues. Harley Quinn wurde oft nur als Funktion des Jokers geschrieben, gezeichnet und geschrieben, oft unterwürfig oder diente nur dazu, seinen Charakter zu entwickeln — immer faszinierend und polarisierend, nie unabhängig. Dieser in Venedig präsentierte Film, der mit Spannung erwartet wurde und über den von Anfang an gesprochen wurde, ist keine Ausnahme.
Ein Problem unter vielen (arme Lady Gaga)
Der Rest ist auch nicht viel ausführlicher, ganz im Gegenteil. Es fühlt sich an, als ob ein interessanter konzeptioneller Funke (möglicherweise eine Untersuchung der Obsession der Öffentlichkeit für sensationelle Kriminalfälle und die Auswirkungen von Medienspekulationen auf Prozesse und Beteiligte) in einen weiteren formelhaften Film gequetscht wurde, der die Lücken mit Liedern, makelloser digitaler Kinematographie und allgemein kompetenter Regie füllt. In diesem Wirbel aus Leere und Verdünnung gehen auch die Leads verloren, trotz der beeindruckenden Bandbreite von Joaquin Phoenix und einer ordentlichen Leistung von Lady Gaga. Aber wie hätte es unsere Stefani Germanotta mit einem so oberflächlichen und veralteten Charakter und einem furchtbar schwachen Drehbuch besser machen können?















































