
Es ist Zeit, über die Gesundheit des Beckenbodens nachzudenken Neue Studie zeigt, dass mehr Frauen an Problemen in diesem Körperteil leiden
Der Beckenboden ist eine Gruppe von Muskeln, Sehnen, Bändern und Nerven, die sich wie eine Hängematte vom Schambein bis zum Steißbein und über die Breite des Beckens von einer Seite zur anderen erstreckt und die Blase, die Gebärmutter und den Darm stützt. Es ist für viele Aktivitäten des täglichen Lebens unerlässlich: von der Körperhaltung über die Kontinenz der Harnröhren- und Rektalschließmuskeln bis hin zur Sexualfunktion und Fortpflanzung. Es ermöglicht uns, bequem zu sitzen, zu stehen, in die Hocke zu gehen, auf die Toilette zu gehen und Sex zu haben. Aus diesem Grund muss es straff, aber auch elastisch sein. Ein zu steifer oder zu schwacher Beckenboden verursacht nicht nur Inkontinenz und Gebärmutterprolaps, sondern kann auch den Geschlechtsverkehr beeinträchtigen und das Eindringen schmerzhaft machen. Deshalb sollten wir uns mit der gleichen Konsequenz und Gewohnheit darum kümmern wie beim Haare- oder Zähneputzen.
Schwächung des Beckenbodens, ein sehr häufiges Problem
Eine kürzlich von Origin, dem führenden Anbieter von Beckenbodenphysiotherapie und Ganzkörpertherapie für Frauen in den USA in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsgiganten Ipsos, durchgeführte Umfrage unter Frauen im Alter von 18 bis 59 Jahren ergab, dass acht von zehn Frauen, darunter viele Millennials, mit Beckenproblemen zu kämpfen haben. Die Entdeckung widerlegt den Mythos, dass Funktionsstörungen in diesem Körperbereich Frauen erst später im Leben, nach der Geburt oder zu Beginn der Wechseljahre betreffen. Aus den Antworten der Befragten geht hervor, dass Millennials häufiger an Blasenproblemen leiden als Frauen der Generation X: Mehr als die Hälfte leidet an Harnverlust beim Husten, Lachen oder bei körperlicher Aktivität, und viele haben beim Geschlechtsverkehr mit Schmerzen zu kämpfen und haben Schwierigkeiten, einen Orgasmus zu erreichen.
Schwächung des Beckenbodens, Ursachen
Die Daten bestätigen, dass die häufigste Ursache für Beckenbodenprobleme bei Millennials die Geburt (sowohl vaginaler als auch Kaiserschnitt) ist, gefolgt von den Wechseljahren, in denen die Abnahme der Hormone das Gewebe weniger elastisch macht und folglich den Beckenboden schwächt. Zu den weiteren Faktoren gehören eine genetische Veranlagung, ein Beckentrauma, eine Vorgeschichte von Infektionen der Harnwege, die möglicherweise zu Narbenbildung geführt haben, reizende Substanzen wie Koffein, Alkohol, Seltzerwasser und Schokolade oder in Seifen enthaltene Chemikalien, unzureichende Wasseraufnahme, langes Sitzen, hormonelle Reaktionen und Endometriose. Sogar emotionaler Stress und psychische Gesundheit können sich negativ auf sexuelle Erregung und chronische Unterbauchschmerzen auswirken.
Es ist Zeit, über die Gesundheit des Beckenbodens nachzudenken
Obwohl für viele Menschen der Genital-Becken-Bereich immer noch mit zahlreichen sozialen und kulturellen Tabus in Verbindung gebracht wird, wurde in der Origin- und Ipsos-Umfrage hervorgehoben, dass das Interesse an der Beckenbodengesundheit im letzten Jahr im Vergleich zur Vergangenheit um 300% gestiegen ist und das Bewusstsein für den eigenen Körper und das sexuelle Wohlbefinden gestärkt wurde. Probleme mit der Beckengesundheit sind nicht neu; sie sind Frauen seit Generationen bekannt, aber sie wurden lange Zeit von der medizinischen Gemeinschaft und der Gesellschaft bagatellisiert oder abgetan. Zum Glück beginnen sich die Dinge jetzt zu ändern.
An wen Sie sich für die Gesundheit des Beckenbodens wenden können
Aufgrund seiner Bedeutung für die täglichen Funktionen sollten wir immer auf unseren Beckenboden achten. Wir sollten jedoch auf jeden Fall einen qualifizierten Fachmann aufsuchen, wenn wir feststellen, dass etwas nicht stimmt oder umgekehrt, wenn wir sicherstellen möchten, dass alles gut funktioniert. Während einer Rehabilitations- und Pflegereise im Bereich des Beckenbodens kann man verschiedenen medizinischen und medizinischen Persönlichkeiten begegnen, die alle ihre eigenen beruflichen Besonderheiten haben: den Frauenarzt, die Hebamme, den Physiotherapeuten, den Osteopathen, den Sexologen. Es gibt mehrere Gruppen und Fachleute im Internet, die ihr Wissen, ihre Erfahrungen und einige Tipps teilen und so dazu beitragen, den Dialog und damit das Training und die Pflege des Beckenbodens zu normalisieren. Zu den aktivsten gehören Hale, eine Gemeinschaft von Menschen, die offen über chronische Beckenschmerzen sprechen und dabei helfen, das Bewusstsein dafür zu schärfen und konkret mit ihren Funktionsstörungen umzugehen; Pavimento Pelvico Italia, eine Website, auf der Sie Experten für perineale Beckenrehabilitation finden; Pelvìc Italia, ein Netzwerk spezialisierter Zentren für Beckenbodenphysiotherapie, Diastase und dermofunktionelle Behandlungen, zu dem auch Elena Bertozzi gehört. Die auf Beckenbodenrehabilitation spezialisierte Perinealboden-Physiotherapeutin ist auf Instagram als @the_secrets_of_perineum bekannt. Dort teilt sie ihr Fachwissen mit, um die Lebensqualität ihrer Patienten und derer, die sich ihre Inhalte ansehen, zu verbessern.













































