
Praktischer Leitfaden zu Parabenen in der Schönheitspflege Sollen wir ihnen aus dem Weg gehen?
Die neue Generation von Schönheitskonsumenten ist aufmerksamer denn je. Sie lesen sorgfältig die Etiketten, erkundigen sich nach der Herkunft der Produkte (einschließlich des Verpackungsmaterials) und sind versiert darin, Inhaltsstoffe zu finden, die bis vor Kurzem relativ unbekannt waren, wie Retinol oder Ferulasäure. Sie lieben alles, was nachhaltig und sauber ist, und misstrauen gleichzeitig unklaren Formulierungen und Parabenen. Jahrelang wurde uns gesagt, dass sie schädlich sind, der „Staatsfeind Nummer eins“, der sich in Kosmetika versteckt, bis zu dem Punkt, an dem das Etikett „parabenfrei“ zu einem der effektivsten Marketingtricks geworden ist, mit denen Marken uns zum Kauf bewegen. Verdienen sie wirklich ihren schlechten Ruf? Sind sie so gefährlich, wie die Leute sagen? Versuchen wir, etwas Klarheit zu schaffen.
Was sind Parabene?
Parabene sind chemische Verbindungen, die üblicherweise als Konservierungsmittel in Lebensmitteln, Pharmazeutika, Kosmetika und Körperpflegeprodukten verwendet werden. Ihre Funktion besteht darin, die Zusammensetzung eines Produkts im Laufe der Zeit unverändert zu halten und das Wachstum von Pilzen, Bakterien und Mikroorganismen zu verhindern. Parabene sind wirksam, stabil, kostengünstig und haben eine geringe potenzielle allergene Wirkung, weshalb sie seit fast einem Jahrhundert in medizinischen und kosmetischen Bereichen eingesetzt werden. Deshalb finden Sie sie - sofern nicht anders angegeben - in Lotionen, Deodorants, Shampoos, Lippenstiften, Mascaras, Zahnpasta und vielen anderen Artikeln, die Teil unseres täglichen Lebens sind.
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Sind Parabene schädlich?
Parabene gehören zu den umstrittensten Elementen und stehen im Mittelpunkt einer langen Debatte zwischen denen, die sie für harmlos halten, und denen, die sie dämonisieren, weil sie eine Störung des endokrinen Systems und die regelmäßige Hormonproduktion befürchten. Bedenken hinsichtlich der möglichen negativen Auswirkungen von Parabenen auf die Gesundheit kamen insbesondere in den letzten zehn Jahren auf, nachdem eine Reihe von Studien an Mäusen und Petrischalen durchgeführt wurden, die darauf hindeuteten, dass eine chronische Exposition gegenüber Parabenen neben hormonellen Störungen auch zur Entwicklung von Brustkrebs führen kann. Der Alarm wurde 2004 durch eine Studie der britischen Wissenschaftlerin Philippa Darbre ausgelöst, die Spuren von Parabenen in Brustkrebsgewebeproben fand. Die Studie wurde jedoch später diskreditiert, da die Stichprobe von nur 20 untersuchten Personen zu begrenzt war und es auch keine Kontrollgruppe von Frauen ohne Brustkrebs gab. Es stimmt jedoch, dass bei einigen Personen, insbesondere bei Personen mit empfindlicher Haut, die Möglichkeit besteht, nach Kontakt mit Parabenen eine allergische Kontaktdermatitis oder neue Allergien zu entwickeln. Angesichts der Tatsache, dass sich die wissenschaftlichen Daten ständig weiterentwickeln und überprüft werden, scheint es jedoch, dass Parabene mit niedrigem Gehalt in Kosmetika keinen Schaden anrichten.
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Welche Parabene sind schädlich?
Die Bedenken der Verbraucher haben viele Kosmetikmarken dazu veranlasst, Parabene von ihren Zutatenlisten zu streichen und sich für Alternativen wie Sorbinsäure, Benzoesäure oder Natriumbenzoat zu entscheiden. Die Aufsichtsbehörden für Lebensmittel und Medikamente haben ebenfalls scheinbar widersprüchliche Meinungen geäußert. Die FDA und CDC haben Parabene in jeder Konzentration für sicher erklärt, da keine wissenschaftlichen Beweise für ihre Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit vorliegen, während der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der Europäischen Union 2014 Isopropylparaben, Isobutylparaben, Phenylparaben, Benzylparaben und Pentylparaben verbot. Zwei andere Arten von Parabenen, Propylparaben und Butylparaben, sind zulässig, jedoch in niedrigen Konzentrationen mit einem Prozentsatz von 0,14%.
Sind Parabene schädlich für die Umwelt?
In einigen Studien wurde festgestellt, dass Parabene in Gewässern vorkommen, was Bedenken hinsichtlich ihrer möglichen umweltschädlichen Auswirkungen auf das Meeresleben aufkommen lässt. Die Centers for Disease Control and Prevention haben jedoch erklärt, dass Parabene „nicht in der Umwelt persistieren“. Also, was sollen wir tun? Parabene vermeiden oder nicht? Die Wahl liegt bei uns Verbrauchern. Das Wichtigste, was auch immer es ist, ist, dass die Entscheidung bewusst getroffen wird.
























































